
Trockenstress, abgefressenes Gras, hohe Fruktanwerte, Probleme mit Verwurmung: das muss nicht sein! Durch gezielte Beweidungsmaßnahmen können Pferdeweiden klimaresilienter, gesünder und produktiver werden. Zusätzlich fördert das die Artenvielfalt und die Kohlenstoffspeicherung im Haltungssystem. Was sich in der Rinderhaltung schon länger herumspricht, kommt nun auch in der Pferdewelt an: ganzheitliches Weidemanagement bedeutet, natürliche Herdenbewegungen über eine Weidefläche zu imitieren. Anstatt eine große Fläche über einen längeren Zeitraum für die Tiere zugänglich zu machen, was Selektion auf ungewollten Aufwuchs sowie einen zu hohen Verbiss und gesteigerte Parasitenlast fördert, werden kleine, sehr kurzzeitig beweidete Parzellen eingezäunt (die, anders als z.B. Portionsweide, oft nur 1-2 Tage beweidet werden). Diese werden gleichmäßiger abgegrast und weniger kurz verbissen. Die Wurzelbildung der Gräser wird verstärkt, dadurch auch der Humusgehalt und somit die Resilienz der Flächen gegenüber Trockenheit und Starkregenereignisse. Durch die kurze Begrasungsdauer können lange Ruhezeiten umgesetzt werden, die Artenvielfalt und auch die Weidehygiene profitieren hiervon. Die einzelnen Parzellen können kreativ durch lange Wegstrecken über einen Trail verbunden werden. So bleibt der Bewegungsanreiz durch Heu, Unterstand, Wasser und den regelmäßig wechselnden Weideparzellen erhalten.
Wir glauben, dass diese Form der Beweidung unglaublich viele Vorteile bringen kann und sammeln auf unserer Plattform regenerativepferdehaltung.org praktische Umsetzungsbeispiele, sowie Informationen und Fortbildungen zum Thema ganzheitliches Weidemanagement. Melde dich gerne bei uns unter info@regenerativepferdehaltung.org